Kwas aus Birken- und Ahornsaft, Milch und anderen Produkte

In alten Zeiten bereitete man den Kwas aus Birken- und Ahornsaft zu. Man gab in den Saft Dörräpfel und Dörrbirnen, Honig zu. Für dunkle Farbe schüttete man gebratene gequetschte Gersten in einen Kübel oder in einen irdenen Topf ein. Von Interesse ist auch Kwas aus Milchwasser, Honig.

Kwas aus Birkensaft

Das Wörterbuch “Istotschnik zdorovija“ (Moskau, 1800) empfehlt das Rezept des Birkenkwases.

Man gießt Birkensaft, legt Honig, die Zitronenschale, ganze Nelken in einen irdenen Topf, kocht durch, kühlt ab und gibt Hefe zu. Dann lässt man gären und füllt in Flaschen.

Für 1,5 L Birkensaft braucht man 1 Glas Honig, eine Zitronenschale, 3-5 ganze Nelken, 3 g Hefe.

Kwas aus Ahornsaft

Man säuert den Ahornsaft an einem warmen Ort ein, gibt Roggenbrotzwiebäcke zu. In 1 Tag seiht man durch und gebraucht.

Fuer 3 L Ahornsaft braucht man 200 g Zwiebäcke.

Kwas aus Honig mit Rosinen

In einen Topf legt man Roggenbrotzwiebäcke, gießt kochendes Wasser darauf und vermischt. Man hält den Topf 3-4 Stunden an einem warmen Ort, gibt Honig und Hefe zu. Dann seiht man den Kwas durch, füllt in Flaschen, gibt Rosinen zu, korkt zu und hält 2-3 Tage an einem kalten Ort.

Für 8 L Wasser braucht man 1 kg Zwiebäcke, 200 g Honig, 100 g Rosinen.

Honiggetränk

Man verdünnt Bienenhonig mit heißem Wasser, und lässt das erhaltene Getränk 4 Stunden sieden. Dann gießt man die Maische in ein reines Fässchen oder in einen Topf ab, kühlt bis 25 °С ab, gibt Hefe zu und lässt 10 Stunden gären. Dann gießt man in ein reines Fässchen oder einen Topf ab und lässt 1-2 Wochen gären. Danach ist das Getränk fertig. Um den Geschmack zu verbessern gibt man manchmal vor dem Kochen Gewürzkörner zu.

Für 0,8 L Wasser braucht man 300 g Honig, 50 g Hefe, 10 g Gewürzkörner.

Kwas aus Milch

Man legt Malz in Milch, vermischt und bringt zum Kochen. Nach der Abkühlung der Lösung lässt man das 10-12 Stunden an einem warmen Ort gären. Dann seiht man das durch ein Sieb oder eine Gaze.

Für 5 L Wasser braucht man 200 g Zucker, 50 g Hefe.

Kwas aus Milchwasser

Man löst Zucker im Milchwasser, gibt Hefe zu, lässt 10-12 Stunden gären. Dann seiht man durch ein Sieb, gibt Karamellsirup und Zitronen-Essenz zu. Danach kühlt man das ab, füllt in Flaschen und hält 2 Tage an einem kalten Ort.

Für 10 L Milchwasser braucht man 500 g Zucker, 25 g Brothefe und 10-15 g Zitronen-Essenz oder andere Fruchtessenz.

Spritziger Kwas (“Schiputschka”)

Man bringt Milchwasser zum Kochen (aber siedet nicht), kühlt ab und gibt verdünnte Hefe und Zucker, Karamell und den Aufguss von Minze zu. Dann lässt man das 6-8 Stunden (bis zum Aufschäumen) gären. Dann seiht man durch und füllt in Flaschen. Man hält das 1-2 Tage an einem kalten Ort.

Für 5 L Milchwasser 200 g Zucker, 50 g Karamell, 20 g Hefe, 1-2 Minzblätter.

“Neuer” Kwas

Das pasteurisierte Milchwasser filtriert man ab, gibt Brot-Extrakt (den Aufguss der Zwiebäcke), den aus Milchwasser zubereiteten Zuckersirup, verdünnte Hefe zu.

Dann lässt man das 12 Stunden gären. Man seiht das ab und kühlt bis 8 °С ab.

Für 3 L Milchwasser braucht man 1 kg Zwiebaecke, 200 g Zucker, 25 g Hefe.

Kwas aus Fichtennadeln

Man wäscht Fichtennadeln, zerhackt, gießt kochendes Wasser darauf und lässt man 6 Stunden an einem warmen Ort gären. Dann seiht man das durch, gibt die aus Roggenmalz und Roggenmehl zubereitete Malzwürze zu. Dafür gießt man das Gemisch des Mehls und des Malzes mit warmem Wasser über, vermischt, lässt 2 Stunden stehen, dann lässt man das 2 Stunden sieden, verdünnt mit gekochtem Wasser und lässt stehen. Dann gießt man die Flüssigkeit ab und mischt mit dem Absud der Nadeln. Man gibt Zucker, Hefe oder den Sauerteig, den Aufguss der Minze zu, vermischt und gießt in ein Fässchen ab. Man lässt das Getränk 1-2 Tage stehen.

Für 6 L Wasser braucht man 1 kg Fichtennadeln, 500 g Malz, 100 g Roggenmehl, 100 g Zucker, 30 g Hefe (oder 1 Glas Sauerteig, 15 g Mehl für den Sauerteig)

Kwas aus Kiefernadel

Man schneidet die Kiefernadel von den Zweigen ab, wäscht mit warmem Wasser, dann legt in ein Mullsäckchen und senkt in den Kessel mit kochendem Wasser für 1-2 Minuten (das Bebrühen fördert die Zerstörung des wachsartigen Films, der die Kiefernadeln zudeckt und steigert die Ausbeute des Vitamins C und anderer Wirkstoffe). Dann legt man die Kiefernadel in einen Kübel, in ein Fässchen oder in einen großen emaillierten Topf, gießt Kwas aus Zwiebäcke, den man bis 60 °С anwärmt und lässt 12-24 Stunden stehen. Den Kwas hält man nicht mehr als 1-2 Tage an einem kalten Ort.

Solcher Kwas ist gut in der zweiten Wintershälfte zu gebrauchen, wenn man den Mangel der Vitamine, die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und Steigurung der Ermüdbarkeit fühlt.

Für 5 L gekochtes Wasser braucht man 2 kg Kiefernadel, 5 L fertigen Brotkwas. Um den Geschmack zu verbessern, kann man Zucker (200 g) und Zitronensäure (2-3 g) zugeben.

Kwasgetränk aus Kiefernadel (“Sossenka”)

Man bereitet Kiefernadel auch so wie im ersten Fall (Man schneidet die Kiefernadel von den Zweigen ab, wäscht mit kochendem Wasser 1-2 Minuten). Danach gießt man das mit kochendem Wasser im Gefäss über, gibt kleine Stücke Roggenbrot, Zucker und Zitronensäure, Aufguss von Minze gustiös zu. Dann hält man das unter Temperatur 18-20 °С innerhalb 12 Stunden.

Für 5 L Wasser braucht man 1 kg Kiefernadel, 300 g Roggenbrot, Zucker und Zitronensäure gustiös.